Andrian & Kultur

Ein beliebter Ferienort

Das Dorf Andrian zählt mit rund 1000 Einwohnern und 490 Hektar Fläche, von denen etwa 50 ha mit Reben bepflanzt sind, zu den kleinsten selbstständigen Gemeinden Südtirols. Das rot und weiß gespaltene Gemeindewappen entstammt von einem seit dem 13. Jahrhundert nachweisbaren Adelsgeschlecht, den Herren von Andrian. Archäologische Funde belegen, dass der Ort bereits zur Römerzeit besiedelt war. Die Etsch war bis Andrian schiffbar und somit genoss der Ort strategische und wirtschaftliche Bedeutung. Über den Ursprung des Namens „Andrian“ gibt es verschiedene Erklärungen: „Andrian“ (Andrien): aus antraeanum, von antrum lat. rundes Tälchen, waldige Grotte. Andere Theorien besagen, dass „Andrianum“ vom Personennamen Andrius stammt, oder vom römischen Landgut „Praedium Andreanum“.

Andrian wird erstmals in einem Originalpergament des Stiftarchivs Gries im Jahr 1186 erwähnt. In weiteren Urkunden aus dieser Zeit wird auch die Existenz einer Fähre über die Etsch belegt. Der Talboden des Etschtals war bis Mitte des 19. Jahrhunderts Sumpfgebiet. Möser und Auen beherrschten das damalige Landschaftsbild rund um Andrian. Erst die Regulierung der Etsch ermöglichte die Trockenlegung der Böden und die darauffolgende immer intensivere Nutzung der Flächen durch den Apfelanbau. Der Weinbau hingegen wurde bereits seit Römerzeit an den trockenen Hanglagen der Ortschaft betrieben. Landwirtschaft und Tourismus sind heute die beiden größten Wirtschaftszweige. Daneben haben sich einige Handwerks- und Handelsbetriebe etabliert. Nicht nur wegen der Nähe und der guten Anbindung an die Landeshauptstadt Bozen, sondern auch wegen seiner ruhigen, idyllischen Lage, ist Andrian zu einem beliebten Wohn- und Ferienort geworden

Der Dorfkern von Andrian
Der Dorfkern von Andrian

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